… ein Schultag:

December 4, 2009
(schau doch mal bei http://www.cooleschule.at vorbei: das ist eine ueberparteiliche Gruppe von SchuelerInnen, die Dir (auch) bei Deinem Kummer hilft;2009 brachte cooleschule.at ein Paket zur SchulMitbestimmung im Parlament ein; und was haeltst Du von demokratischen Fragen? Frag sie einfach bei Monepedia)
eine gute Idee hatte Jasmina: gegenseitig helfen, zb mit Mathe Mitschrift + Aufgaben, um 5,-/Stunde . . . (Buchtipp hier)
(Kontakt: zb an adamriesig@yahoo.com schreiben)

http://unsereuni.at
… und so sieht ein cooler Schultag aus:

… den Tag mit einem Fussballmatch beginnen,
zwischen 7 und 9h (zum Aussuchen) …
(Volleyball waere besser,
weil der direkte Kontakt
mit dem Gegner so viele Verletzungen erzeugt, aber
Fussball ist halt um so viel beliebter)

… und danach ist eine halbe Stunde Zeit zum Duschen
und Anziehen, da gehen sich sogar noch ein paar
Laengen zu schwimmen aus …
(in Schulen, die nahe einem Hallenbad liegen, ist
das seit voriger Woche moeglich, die anderen werden
in den naechsten Jahren bei den planmaessigen Neu-
und Umbauten entsprechend hergerichtet oder verlegt;
Hallenbad gibt es inzwischen ohnehin fast in jedem
Ort, wo es Schulen gibt)

… das Essen in der Schule ist nicht besonders, Mama
kocht besser; es gibt nur eine Art Gratisbuffet mit
Sandwiches und Salat, aber dafuer ist jetzt der Raum mit
den Pingpongtischen offen …
(ein wenig komisch ist es schon, dass beim Essen
immer ein paar Obdachlose auftauchen, die etwas in
sich hineinschlingen und noch Brote mitnehmen;
die duerfen zwar die Dusche benuetzen, aber die
meisten tun es nicht, und sie stinken alle)

… und diese Redeuebung danach ist schon eher laestig,
da soll der Vormittag kurz nacherzaehlt werden, und was
an Aufgaben und Gruppenarbeit bevorsteht …
(aber immerhin, das macht jeden Tag ein Anderer,
da kommt man nur 1-2x/Monat dran)

… ungewohnt ist auch, dass manche von diesen
Obdachlosen sitzen bleiben, sich die Redeuebungen
anhoeren und sogar Fragen stellen, (wieso eigentlich?)
aber daran gewoehnt man sich …
(manchmal machen wir auch Praesentationen, wo wir
so kleine Projekte in der Klasse vorstellen, oder
was wir gebastelt haben, oder ein Theaterstueck)

… aber dass wir Aufgaben in der Schule machen KOENNEN
(wer will), ist manchmal ganz praktisch: einige der
aelteren Schueler sind da und helfen bei Bedarf;
ein Lehrer ist notfalls auch da …
(in der Schule bin ich schneller damit fertig,
dann bleibt mir mehr Zeit mit meinen Freunden)

… die aelteren Schueler sind froh, dass sie statt
dem Sitzenbleiben eine Note fuers Wiederholen mit uns
bekommen …
(und der Lehrer sagt, dass es auch ein Stueck
Lebenshilfe fuer uns ist, aber ich finde es einfach
praktisch)

… immerhin, Internet ist auch dabei, wenn man rasch
etwas nachschauen will …
(laestig, dass man immer bei Spiel- und Sexseiten
behindert wird; aber da sind Lexikon und Schulstoff
gleich dabei, ausdrucken kann man auch gleich was)

… abends, daheim, jetzt nervt Mama nicht mehr dauernd,
wegen der Aufgaben; und Papa soll sich seinen lahmen
Rechner doch in den Abstellraum stecken, wenn er so
heikel darauf ist …
(da geht sich nach Schule und Aufgaben sogar noch
eine Stunde Radtour aus, und der Club auch)

… seit es das Grundeinkommen gibt, muss ich nicht mehr
um das Taschengeld betteln, das gibt es bis 19 in der
Schule, jedes Jahr etwas mehr …
(und wenn ich dann auf die Uni gehen will, geht das
dort weiter: auch wenn ich dazwischen einen Job
habe, kann ich mit 30, 40 oder 50 wieder einsteigen)

… und solange ich einen Job habe, habe ich mehr Geld
obwohl es dann weniger Grundeinkommen ist …
(bis 5 Stunden geht gar nichts verloren, und dann
fallen fuer jeden Euro vom Job 50 cent weg:
in Summe hab ich auf jeden Fall mehr)

… meine Eltern waren zuerst unzufrieden, weil sie
MEIN Existenzgeld nicht mehr als Kindergeld bekommen …
(das geht naemlich an die Schule, und mein Freund
kann jetzt dort sogar wohnen, weil seine Eltern
nicht einsehen dass sie sein Geld nicht bekommen)

… meine Mutter ist Aerztin und hat zuerst im Spital
gearbeitet, weil sie mehr als das Grundeinkommen wollte,
aber jetzt sagt sie, dass sie auch ohne Job mit dem Geld
zurechtkommt …
(ab 18 darf man 10 Stunden Job haben, ohne vom
Grundeinkommen was zu verlieren; weil Jobs so schwer
zu haben waren, arbeitet sie jetzt ehrenamtlich
bei so einem Verein)

… mein Vater war in der Krise lange arbeitslos, dann
hatte er einen “richtigen” Job mit viel Geld als Manager
und seit er 40 ist, sagt er “er ist jetzt im Ruhestand”
und hat weniger Stress …
(er hatte 10.000,- monatlich und riskierte einiges
davon als private Zusatzpension; die ging aber in
Konkurs; weil er gratis bahnfahren kann, macht er
jetzt ab und zu Reisen, fuer die er nie Zeit hatte)

… aber voriges Jahr wollte die Regierung viel Geld fuer die
Gratisbahncard, und so verlegte er sich auf Radtouren …
(sie sagten, dass “die Gratiscard ein Lohnbestandteil war”,
und er musste Steuern dafuer nachzahlen)

… vorige Woche haben sie gesagt, sie ueberlegen sich,
nach Finnland zu ziehen, ob ich in der Schule wohnen
und sie dort besuchen will, in den Ferien …
(muss ich mir erst ueberlegen, ich fahr lieber mit
dem Segelclub ans Mittelmeer, dort kann ich auch
schnorcheln)

… und DU? Was hat sich bei Dir geaendert, seit es das
Grundeinkommen gibt? (dort sind mehrere Modelle
verglichen, unseres entstand im Austrian Social Forum)

Das naechste ASF ist 2011/2012 in Tirol oder Wien, anmelden bitte auch dort!

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und komm zum naechsten Sozialforum,
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